Wir stellen vor: Die nominierten Autorinnen für den Bachmannpreis 2017

Dieses Bild zeigt einige Romane von ehemaligen Teilnehmern des Ingeborg Bachmannpreises.

Den Tagen der Deutschsprachigen Literatur haben wir einige unserer Lieblingsautorinnen zu verdanken: Katja Petrowskaja, Nina Bußmann, Julia Wolf und viele andere (siehe Stapel).

Dieses Jahr findet der Bachmannpreis vom 05. -09. Juli in Klagenfurt statt, inklusive des legendären Schwimmens im Wörthersee. Neu ist, dass zusätzlich zur Fernsehübertragung auch alle Lesungen und die anschließenden Jurykritiken von Deutschlandfunk Kultur im Radio übertragen werden. Damit einher geht eine neue Auszeichnung, der Deutschlandfunkpreis, der mit 12500 Euro dotiert ist. Jeder dritte Nominierte könnte somit –zumindest statistisch gesehen– einen der insgesamt fünf Preise erhalten.

Dem neuen Trend bei Literaturpreisen entsprechend wurden 7 Autorinnen und 7 Autoren nominiert. Dabei fällt auf, dass Autorinnen eher von männlichen Juroren und die Autoren überwiegend von den weiblichen Jurymitgliedern eingeladen wurden.

Auf pinkmitglitzer wollen wir euch die nominierten Autorinnen vorstellen:

 

Verena Dürr
Die Wienerin beschreibt sich selbst als „Küchenhilfe“ – sowohl auf ihrer Website, als auch in der Kurzbiographie für den Bachmannpreis. Bisher lag ihr Schwerpunkt auf Lyrik und Songtexten. Dabei hebt sie die Grenzen zwischen Literatur und anderen Medien, v.a. der Musik, auf.
Unsere Prognose: Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet uns ein experimenteller Text, der durch eine Performance à la Nora Gomringer Aufmerksamkeit erregen wird.
Barbi Marković
Ebenfalls von Klaus Kastberger nominiert, tritt die in Belgrad geborene Barbi Marković im Preisträgervideo des Chamisso Preises wie ein typisches Kind der 90er Jahre auf. Sie wird als „Popliteratin einer neuen Generation“ gehandelt und kann schon mit mehreren Veröffentlichungen, sowohl auf Deutsch als auch auf Serbisch, aufwarten.
Unsere Prognose: Eine mutige, authentische Lesung mit unerwartet grellen Highlights- ähnlich der Armbanduhr, die sie im Video trägt. Unsere Favoritin für den diesjährigen 3-Sat-Preis!
Gianna Molinari
Bis auf ihr Studium am Literaturinstitut Biel ein noch unbeschriebenes Blatt. Mit 29 Jahren ist sie zwar die jüngste Autorin im Feld – der jüngste Teilnehmer bleibt jedoch der 25-jährige Björn Treber. Sie wird von Hildegard E. Keller ins Feld geschickt und tritt damit die Nachfolge von Ada Dorian an.
Unsere Prognose: Ein gut durchdachter, konstruierter Text, der hoffentlich nicht zu brav ausfallen wird.
Maxi Obexer
Als Professorin und Gründerin des Instituts für Dramatisches Schreiben ist die 47-jährige Südtirolerin bereits fest im Literaturbetrieb verankert. Bisher legte sie sowohl in ihren Theater- als auch Hörspielproduktionen den Schwerpunkt auf die Flüchtlings- und Migrationsthematik.
Unsere Prognose: Ein ernster, politischer Text, der uns die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit vor Augen führen wird.
Karin Peschka
Wieder eine ausgefallene Selbstbeschreibung: „Sozialarbeiterin, Mutter, Projektmanagerin und Onlineredakteurin“. Außerdem veröffentlichte Karin Peschka bereits zwei Romane.
Unsere Prognose: Schwierig. Wahrscheinlich ein Text, der viel Wert auf die genaue Beschreibung von Details und Beobachtungen aus dem Alltag legen wird.
Noemi Schneider
Die studierte Regisseurin und Journalistin Noemi Schneider hat bereits ein Sachbuch mit dem Titel „Kick it, Walaa!“ veröffentlicht. Mit ihrem Witz und ihrem Sinn für Gesellschaftskritik erinnert sie uns an Anke Stelling.
Unsere Prognose: Ein politischer Text mit aktuellem Thema und ironischen Details, der sich an ein etabliertes Großstadt-Publikum wendet.
Jackie Thomae
Wie Noemi Schneider wurde sie von Hubert Winkels nominiert. Sie lebt und schreibt in und über die Großstadt, wie in ihrem ersten 2015 erschienen Roman. Berühmt wurde sie durch das Sachbuch „Eine Frau, ein Buch“, das zum Spiegel Bestseller wurde.
Unsere Prognose:
Protagonisten mit ungewöhnlichen Vornamen, wie „Engelhardt“ und „Maren“ und witzige Pointen, die die Jury auf ihre Seite zu ziehen versuchen.

 

Alle weiteren Informationen zu den Tagen der Deutschsprachigen Literatur findet ihr auf der Homepage des Bachmannpreises. Ob unsere Prognosen eintreffen, erfahrt ihr von uns im Juli live aus Klagenfurt.

Aber jetzt interessiert uns erstmal eure Meinung: Wer sind eure Favoritinnen? Auf welche Autorinnen seid ihr besonders gespannt und habt ihr vielleicht bereits das ein oder andere Werk gelesen? 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.