Autor: Pink

Für Pink beginnt ein gutes Buch mit seinem Cover. Dieser Blick für das Zusammenspiel von Bild und Text ist wohl ihrem Kunstgeschichtsstudium geschuldet, das sie u.a. nach Florenz führte. Von dort brachte sie nicht nur eine originale Mokkakanne mit, sondern auch den Entschluss ihr Hobby zum Beruf zu machen. Dafür zog sie mit dutzenden untragbar schweren Bücherkartons nach Hamburg und arbeitet dort seither als Buchhändlerin. Warum sie seitdem eine Vorliebe für Bücher aus dem osteuropäischen Raum entwickelt hat, bleibt ihr bisher ein Rätsel.
Das Bild zeigt das Cover von Liv Strömquists "Der Ursprung der Welt".

Liv Strömquist, Der Ursprung der Welt

Vielleicht habt ihr es auf pinkmitglitzer schon vermisst, das feministische Buch. An diesem hier konnte ich nicht vorbeigehen, schon allein aufgrund dieses schönen, gefährlichen und provokanten Covers einer barfüßigen Frau in eng anliegender schwarzer Kleidung, die mit ihren weißschimmernden Händen ein Dreieck auf Höhe ihres…

Das Bild zeigt das Cover von Virgine Despentes Roman "Das Lebens des Vernon Subutex".

Virginie Despentes, Das Leben des Vernon Subutex

An diesem Buch stimmt für mich zunächst einmal gar nichts: zu grelles Cover, zu reißerischer Klappentext, zu hymnisch besprochen (von männlichen Rezensenten) – zuerst von Ijoma Mangold im Literarischen Quartett, dann von Alex Rühle in der Süddeutschen Zeitung. Beigefügt ist dem SZ-Artikel ein Foto der…

Dieses Bild zeigt eine Interpretation des zweiten Romans von Ulrike Edschmidt.

Ulrike Edschmid, Ein Mann, der fällt

Wie lange schon wollte ich diesen Roman lesen? Das Verschwinden des Philip S. war so etwas wie die Initialzündung meines Buchhändlerinnendaseins, ich las es völlig ahnungslos, einfach nur, weil es ein Leseexemplar davon gab und fand ein unglaubliches Buch vor, ein kleines Meisterwerk. Ein Buch…

Marie Luise Scherers Roman "Der Akkordeonspieler" für pinkmitglitzer.de inszeniert.

Marie-Luise Scherer, Der Akkordeonspieler

Stünde es nicht im Klappentext, käme man nicht auf die Idee, dass es sich bei „Der Akkordeonspieler“ von Marie-Luise Scherer um eine „literarische Reportage“ handelte und damit um eine Erzählung, an der mehr wahr ist, als in reiner Fiktion üblich. Das macht den Text für…

Dieses Bild zeigt das Cover von Michela Murcias Roman "Chiru"

Michaela Murgia, Chirú

Nach „Accabadora“ legt Michaela Murgia, die wohl bekannteste sardische Autorin, mit „Chirú“ ihren zweiten Roman vor. Darin geht es um die 38-jährige Schauspielerin Eleonora, die den 18-jährigen Violinestudenten  Chirú als ihren „Schüler“ annimmt. Da Eleonora einen anderen Beruf hat als den von Chirú angestrebten, bringt…

Coverbild zu "Wem erzähle ich das?" von Ali Smith.

Ali Smith, Wem erzähle ich das?

„Sind das eigentlich Vorlesungen oder ist das ein Roman?“, fragte mich Glitzer, als ich mit der neuen Ali Smith „Wem erzähle ich das?“ nach Hause kam. „Es könnte beides sein“, antworte ich. Die Lektüre bestätigte unseren Verdacht. Wem erzähle ich das? erzählt die Geschichte von…

Dieses Bild zeigt das Cover von Julia Wolfs Debütroman Walter Nowak bleibt liegen vor einem Fließenhintergrund.

Julia Wolf, Walter Nowak bleibt liegen

„Hier liege ich nun. Ich weiß wie das aussieht. Das sieht eindeutig aus. Aber ich kann das erklären.“ Mit diesen Worten endet (und beginnt gewissermaßen erneut) der zweite Roman von Julia Wolf, dessen Auszüge bereits letztes Jahr mit dem 3-Sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichnet…

Dieses Bild zeigt das Cover von Platonows Roman "Die Baugrube".

Andrej Platonow, Die Baugrube

Was? Ein Autor auf pinkmitglitzer? Diesen „Regelbruch“ möchte ich gerne begründen: Gabriele Leupold ist schuld, die gerade im Bereich Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist. Bei osteuropäischer Literatur werde ich bekanntermaßen schwach, aber besonders „Die Baugrube“ von Andrej Platonow möchte ich einfach…

Dieses Bild zeigt das Cover von Natascha Wodins Roman "Sie kam aus Mariupol".

Natascha Wodin, Sie kam aus Mariupol

„Sie kam aus Mariupol“ – Wer fühlte sich bei dieser Titelwahl nicht sofort an Katja Petrowskajas „Vielleicht Esther“ erinnert? Tatsächlich gehen beide Autorinnen in ihren Werken auf Herkunftssuche, beide führen ihre eigene Geburt letztlich auf eine Banalität, vielleicht eine literarische Fiktion zurück: Petrowskaja führt dafür…